Stromvergleich: Das musst du beachten

Deine Stromrechnung steigt in die Höhe oder du hast eine saftige Nachzahlung erhalten und weißt nicht wirklich, wie sie zustande kommt? Es gibt viele Faktoren, die hier zu einer hohen Rechnung beitragen können. Beginne aber als aller erstes mit einem vernünftigen Tarif und arbeite dich dann Schritt für Schritt auf die Suche gegen den Kampf nach den Stromkillern in deiner Wohnung.

Aktuelle Stromanbieter und ihre Angebote

Das aktuelle Angebot an verschiedenen Stromanbietern könnte kaum unübersichtlicher sein. Die Anbieter wachsen unaufhörlich und die jeweiligen Preise variieren stark. Ein Strompreisvergleich kann hier rasch Abhilfe schaffen und einen sauberen Überblick über das Chaos liefern. Ein kostenfreier Tarifrechner zum Stromvergleich, der den aktuellen Strompreis für dich berechnet, steht dir zum Beispiel auf Check24 oder Verivox zur Verfügung. In der Werbung heißt es immer: „Jetzt Stromanbieter wechseln und ganz einfach bis zu 720 Euro pro Jahr sparen. Doch ist das wirklich der Fall und wenn ja, wo ist es möglich?

Natürlich kann man gerade beim Stromanbieter sehr hohe Kosten einsparen, wenn man denn den richtigen wählt und regelmäßig einen Wechsel vornimmt, das ist schon lange kein Geheimnis mehr. Doch welcher Stromanbieter ist der richtige?

Das zeigt dir der Strompreisvergleich. Im zweiten Jahr schlägt meist die Preisfalle zu. Oft ist dieses System leider noch zum Nachteil der Kunden gehalten. Wer sich aber vorab informiert und regelmäßig wechseln kann, entgeht geschickt der Kostenfalle und hat am Jahresende mehr Geld für die schönen Dinge des Lebens übrig. Wer langfristig aber auf falsche Stromanbieter mit hohen Kosten setzt, nie einen Strompreisvergleich durchführt oder Kündigungsfristen verstreichen lässt und auch auf keine Preiserhöhung reagiert, der braucht sich nicht wundern, wenn am Ende des Jahres die dicke Stromrechnung in den Briefkasten flattert. Verschenke deswegen kein Geld, du bekommst doch auch keines einfach so von deinem Anbieter geschenkt, oder doch?

Hohe Stromrechnung – aber warum?

Elektronische Geräte sind in unserem Haushalt beinahe pausenlos im Einsatz. Entweder Föhnen wir uns die Haare, waschen Wäsche in der Waschmaschine, sehen fern oder Kochen uns in der Küche etwas zu essen. All das kostet Geld.

Natürlich spielt das Verhalten eine Rolle, wie viel Strom du tatsächlich nutzt. Achte einmal darauf, ob du das Licht wirklich gleich jedes Mal aus schaltest, wenn du den Raum verlässt. Wie oft kannst du es gleich ausschalten und dabei übers Jahr gesehen eine Menge Geld sparen? Auch beim Kochen und Backen ist dies gut zu beobachten. Schalte den Backofen und Herd sowie die Dunstabzugshaube immer sofort aus, wenn du die Geräte nicht mehr im Einsatz hast. So geht viel weniger Energie flöten.

Wenn die Waschmaschine und auch die Spülmaschine vermehrt im Eco Waschgang laufen, spart das nicht nur einen Haufen Wasser, sondern auch eine Menge an Strom. Sie brauchen zwar dann zumeist länger, wo man meinen könnte, dass dabei eigentlich mehr Strom verbraucht werden würde, laufen aber wesentlich effektiver und dafür mit niedrigeren Temperaturen. Aus diesem Grund sparen die Geräte im Eco-Waschgang auf Dauer auch Strom ein. Lasse den Fernseher und die Hifi-Anlage nicht im Standby-Modus laufen. Übers Jahr gesehen kommt hier nämlich ein ordentliches Sümmchen von rund 70 Euro zusammen, das du dir wirklich sparen könntest, auch ohne wechseln des Anbieters. Natürlich spielen Kühl- und Gefrierschrank eine bedeutende Rolle. Ein neuer Kühlschrank verbraucht demnach wesentlich weniger Energie als ein Gerät, das schon 20 Jahre in Betrieb ist. Ein weiterer Tipp: Taue das Gefrierfach regelmäßig ab, um Ablagerungen oder Verstopfungen im Gerät zu meiden. Hierfür braucht es keinen Stromvergleich, nur ein geschicktes Händchen.

Ich möchte den Stromanbieter wechseln – Wie geht das?

In der Regel ist nichts leichter als das. Du meldest dich beim neuen Stromanbieter an und dieser übernimmt dann die Kündigung beim vorherigen Anbieter für dich. Möchtest du das nicht, kannst du natürlich auch selbst kündigen. Selbst kündigen solltest du auch immer dann, wenn die Kündigungsfrist sehr kurz ist oder du von deinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machst. So kannst du vermeiden, dass der alte Vertrag weiterläuft und die Preise sich vielleicht sogar erhöhen, ohne dass du dann noch wechseln kannst. Je nach Vertragslaufzeit und Kosten empfiehlt sich ein regelmäßiger Wechsel des Stromanbieters ohnehin. Dies kann auf Dauer hohe Kosten einsparen.

Für einen Wechsel benötigst du:

– den gewünschten Beginn (genauer Tag) der Belieferung
– deine Zählernummer – sie steht auf der aktuellen Stromrechnung
– die Kundennummer – sie steht auch auf der Stromrechnung
– deinen aktuellen Versorger sowie
– den aktuellen Stand deines Zählers bei Vertragsende

Welche Möglichkeiten habe ich?

Strom aus erneuerbaren Energien gewinnt an zunehmender Beliebtheit. Ökostrom ist nicht nur günstig, sondern auch besonders umweltfreundlich. Ökostrom wird mithilfe erneuerbarer Energien produziert und lässt sich auf Quellen wie Wind oder Sonne zurückführen. Preislich gesehen kann er mittlerweile durchaus mit dem Graustrom mithalten. Graustrom wird genauso wie der Ökostrom angeboten, mit einem bedeutenden Unterschied: Er wird keineswegs aus erneuerbaren Energien gewonnen.

Eigene Stromkosten berechnen

Natürlich möchte man sich einen Überblick über die eigenen Kosten verschaffen und Stromfressern sofort auf die Schliche kommen. Vergleiche daher immer strategisch. Als Anhaltspunkt kann auch die Abrechnung aus dem Vorjahr dienen. Die Preise sind sehr unterschiedlich. Unterziehe die jeweiligen Stromanbieter vor Abschluss eines neuen Vertrages unbedingt einem Vergleich. Das lohnt sich nicht nur beim Strom-, sondern ebenso beim Gasanbieter. Auch hier lassen sich jährlich ein paar hundert Euro einsparen, wenn man denn den richtigen Anbieter auswählt.

Experten sagen: Sicherlich möchte jeder Stromanbieter mit seiner Werbung und seinem Angebot neue Kunden anziehen und für sich gewinnen. Aber es ist wichtig, dass du auf Dauer erfolgreich Geld sparst. Aber: Bevor du jetzt deine Stromrechnung aus der Schublade hervorkramst und wie wild auf die Tastatur loshackst, solltest du unbedingt noch weiterlesen.

Die verschiedenen Boni

Zahlreiche Stromanbieter locken mit einem Bonus. Aber Achtung: Dies könnte ganz klar auch eine Masche sein!

Der Sofort Bonus

Ein Sofort Bonus ist kein regelmäßiger Bonus. Er wird nur einmalig gutgeschrieben. Meist geschieht dies nach 4 bis 6 Wochen des Vertragsabschlusses und nur dann, wenn der Vertrag 12 Monate gebunden ist. Beim jährlichen Wechsel stellt dies aber kein Problem dar. Die Auszahlung erfolgt unbürokratisch und schnell.

Der Neukundenbonus

Der Neukundenbonus hingegen wird nicht sofort ausgezahlt. Erst am Ende des ersten Versorgungsjahres wird dieser als Gutschrift mit der ersten Abrechnung zusammen verrechnet. Dieser Bonus beträgt, je nach Anbieter, zwischen 15 und 25 Prozent vom Gesamtpreis. Berücksichtigt wird hier aber der tatsächliche Verbrauch.

Die Stromkosten in diesem Jahr

Kosten für Strom und Gas steigen jährlich. Für das kommende Jahr haben einige Anbieter bereits starke Erhöhungen angepriesen. Am besten haben es hier wohl nach wie vor die Neukunden, die hier noch am Meisten von attraktiven Preisen profitieren können. Jetzt ist rasche Reaktion gefordert! Der Stromvergleich macht nicht reich, spart dir aber übers Jahr gesehen trotzdem bis zu mehreren hundert Euros ein.

Das solltest du beim Wechseln beachten

  • Wenn du folgende Punkte beim Wechseln zum neuen Stromanbieter beachtest, kannst du im Großen und Ganzen nicht mehr viel verkehrt machen.
  • Achte auf die Möglichkeit der monatlichen Zahlweise
  • Der Vertrag soll maximal 12 Monate Laufzeit beinhalten, dass er regelmäßig gewechselt werden kann
  • Die Kündigungsfrist darf nicht unbeachtet bleiben – sie sollte 6 Wochen keinesfalls überschreiten
  • Achte auf die Preisfixierung, sodass in der vereinbarten Zeitspanne keine Erhöhung auf dich zukommt
  • Nimm, trotz der Verlockung, keine Angebote mit einmaligen Boni an. Dies sind oft Fallen und die Kosten am Ende wesentlich höher.
  • Bei Tarifen die dich mit Ökostrom versorgen, solltest du auf dementsprechende Prüfsiegel achten.
  • Verlängere deinen aktuellen Vertrag immer maximal nur um ein weiteres Jahr

Der Stromverbrauch

Wie viel ein Haushalt tatsächlich an Strom verbraucht, hängt immer von der Anzahl der darin lebenden Mitglieder und deren Verbrauch ab. In der Regel lässt sich aber im Stromvergleich pauschal sagen, dass die Verbrauche folgendermaßen gestaffelt sind:
– ein Haushalt mit 1 Personen verbraucht 1.000-1.500 kWh
– ein Haushalt mit 2 Personen verbraucht 1.800-3.000 kWh
– ein Haushalt mit 3 Personen verbraucht 3.000-4.000 kWh
– ein Haushalt mit 4 Personen verbraucht 4.000-5.000 kWh
– ein Haushalt mit 5 Personen verbraucht 5.000-6.000 kWh

Strompreisvergleich – Warum er Sinn macht

Wie gehe ich beim Stromvergleich vor?
Wenn du den Stromanbieter wechseln möchtest, wählst du zuerst die Tarifart. Im Anschluss folgen die persönlichen Angaben wie Postleitzahl und Verbrauch. Jetzt kann der Strompreisvergleich beginnen. Wähle für den Stromvergleich den gewünschten Anbieter aus. Wenn du alle Daten eingegeben hast, wird dir der Tarifrechner die günstigsten Anbieter aufzeigen, die dir der Strompreisvergleich herausgesucht hat. Ist der passende Anbieter dabei, so kannst du diesen direkt online kontaktieren und den neuen Vertrag dort abschließen.

Lese unbedingt das Kleingedruckte

Beim Strompreisvergleich selbst gehst du noch keinerlei Risiko ein. Geht es aber nach dem Stromvergleich an die Auswahl des geeigneten Anbieters, so gilt es unbedingt, das Kleingedruckte, also die allgemeinen Geschäftsbedingungen, mit Bedacht vorab zu lesen. Weil das die wenigsten Interssenten oder Kunden tun, trifft es auch immer mehr. Schaffe schon im Vorfeld Abhilfe.

Führst du jährlich einen Strompreisvergleich durch, so kann es sein, dass dir einmal ausversehen zwei Anbieter der gleichen Unternehmensgruppe vorgestellt werden. Wechselst du dann auch noch von der einen in die andere Unternehmensgruppe, kann es durchaus sein, dass der neue Stromanbieter dir seinen Neukundenbonus am Jahresende verweigert. Grund ist folgender: Innerhalb einer Unternehmensgruppe ist kein Wechsel mit Bonus möglich, so schreibt es das Kleingedruckte vor. So mancher Verbraucher hat sich hier schon grün und blau geärgert.

Weitere Probleme, die auftreten können

Kündigst du deinen Stromanbieter auf dem Postwege, so solltest du das per Einschreiben tun. So mancher Versorger hat es seinem Verbraucher schon schwer gemacht und behauptet, die Kündigung erst gar nicht erst erhalten zu haben, im Anschluss sogar noch die Kosten erhöht, an die der Kunde sodann ein weiteres, ärgerliches Jahr gebunden war. Einen Nachweis hatte er nicht. Sei deshalb schlauer. Auch schalten die Versorger hier schnell gerne Inkassobüros ein und verlangen hohe Mahngebühren.

Doch: Willkürlich können Mahnkosten auch nicht festgelegt werden.

Billiganbieter solltest du nur mit Bedacht wählen und auch hier ganz genau auf das Kleingedruckte achten. Du kannst Glück, aber auch Pech haben. Sinnvoll ist es ebenso, im Vorfeld Erfahrungsberichte und Tests zum jeweiligen Anbieter zu lesen.

Als Fazit lässt sich abschließend betonen, dass nur Neukunden an einen besonders günstigen Monatsbeitrag für die Stromkosten kommen. Hör auf für denselben Strom genauso viel zu zahlen und fange an noch heute an zu sparen! Ab sofort strömst du dich durch die einzelnen Anbieter und unterziehst sie geschickt nach und nach einem Strompreisvergleich. Noch nie es einfacher, den Stromanbieter zu wechseln. Der Stromvergleich kann dir zwar beim Einsparen der Kosten behilflich sein, indem er dir die günstigsten Versorger vorstellt, den Vertrag abschließen kann der Stromvergleich Experte für dich aber nicht. Werde noch heute selbst aktiv tätig und spare schon morgen auf Dauer ein, so soll es sein!